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DIE, DIE NICHT MEHR DA SIND- URAUFFÜHRUNG

25. September 2026 um 20:00 Uhr - 21:30 Uhr

DIE, DIE NICHT MEHR DA SIND

THEATERSTÜCK ÜBER VERCSHWUNDENE UND ERINERUNGEN

AN KLAUS D. HEIL (12.2.1941 – 15.8.2014)

Es ist toll von hier an dich zu denken Klaus! Weißt du, niemand fragt nach
dir, hörst du uns?
Klaus, du warst ein guter Freund, ein großartiger Mensch aber auch ein toller
Schauspieler.
Du warst sehr belesen. Immer ein interessierter Gesprächspartner. Man konnte
sich auf dich verlassen. 
Aber manchmal warst du egozentrisch. Du konntest einem das Ohr abkauen
und hast nicht hinterm Berg mit dem gehalten, was du alles weißt. 
Auf der Bühne warst du manchmal eigensinnig und eine Herausforderung für den
Regisseur. Dich in eine Gruppe zu integrieren, fiel dir schwer – sagen zumindest
deine Freunde!
Wir denken, das warst einfach du – Klaus.
Du warst für uns alle eine Bereicherung – für jeden, der dich kannte. Wir haben
dich sehr gemocht.
Und wir vermissen Dich!

Im Zentrum des Stücks steht ein ungewöhnlicher Ort: ein städtisches Fundbüro, das sich langsam in ein Archiv der Vermissten verwandelt. Zwischen Kartons, Fotos und verlorenen Gegenständen begegnen sich sechs Menschen, die alle auf ihre Weise mit dem Thema „Verschwinden“ verbunden sind.

Leyla, eine erschöpfte Sozialarbeiterin, versucht durch Ordnung Halt zu finden. Mira, eine wütende Aktivistin, kämpft gegen das Schweigen der Behörden. Helene, eine Lehrerin, sammelt Erinnerungen, um nicht selbst zu verschwinden. Sofia, eine Journalistin, sucht nach der Wahrheit hinter den Fällen. Jonas, ein Polizist, steht zwischen Pflicht und Gewissen. Und Arman, der seinen Bruder Ramin seit vierzehn Monaten vermisst, sucht verzweifelt nach einer Spur.

Als ein einzelner Schuh und später ein Schlüsselanhänger auftauchen, verdichten sich Hinweise, dass mehrere Vermisste zuletzt in der Nähe eines alten Lagerhauses gesehen wurden. Die Gruppe macht sich gemeinsam auf den Weg und findet dort persönliche Gegenstände vieler Verschwundener – und einen Brief von Ramin, der zeigt, dass er nicht Opfer eines Verbrechens wurde, sondern aus Überforderung selbst gegangen ist.

Zurück im Fundbüro beschließen die Figuren, ein öffentliches Archiv zu schaffen: einen Ort, an dem die Geschichten der Vermissten sichtbar bleiben. Am Ende entsteht eine Wand voller Fotos, Zettel und Gegenstände – ein Mosaik derer, die fehlen, und ein Zeichen dafür, dass Erinnerung Widerstand ist.

Das Stück erzählt von Verlust, Hoffnung, Wut und Gemeinschaft. Es fragt, was bleibt, wenn jemand verschwindet – und was wir tun können, damit niemand spurlos bleibt.

TEXT UND REGIE: Yusuf KILIC

Gäste: Monika Reif und Martin F. Herndlhofer

MIT: Marion Walla, Sebastian Bechert, Elif Çatalkaya,  Corinna Knaus, Pelin Mantar, Hebert Junghans